Mehr grün, weniger Pflaster und viel Aufenthaltsqualität: So soll der Platz an der Linde in Bad Neuenahr nach der flutbedingten Wiederherstellung künftig aussehen. Für die Stadtratsfraktion der SPD begrüßte Ursula Koll die vorgelegten Pläne und erklärte die grundsätzliche Zustimmung der SPD. „Wir finden es gut, dass bei der Planung Wert auf ein gutes Stadtklima gelegt wurde und 13 Bäume gepflanzt werden können, sowie Flächen in einer Größenordnung von 510 qm aus Kalksplitt hergestellt werden.“ Mehr Bänke, versickerungsfähiges Pflaster, eine bespielbare Brunnenanlage, ein Rigolensystem zur Bewässerung der Bäume sowie einladende Gastronomie werden die Attraktivität des Platzes künftig kennzeichnen. Ursula Koll dankte in ihrer Ansprache neben allen an der Planung Beteiligten auch den Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Ortsbeirat Bad Neuenahr. Sie hatten sich sehr intensiv und ideenreich in die Beratungen eingebracht. Lebhafte Diskussionen gab es zu der Baumart, die künftig auf dem Platz zu finden sein soll. Während die neu zu pflanzende „Kaiserlinde“ passend zum Platznamen unumstritten war, gab es zu den übrigen Bäumen Debatten. Im Zuge des Planungsprozesses waren Platane, Amberbaum und Gleditschie im Rennen. Unmittelbar vor der Sitzung zog die Verwaltung dann den Japanischen Schnurbaum als Vorschlag aus dem Hut. Gleichzeitig wurde der bis dahin favorisierte Amberbaum als zu langsam wachsend charakterisiert. Mit Hinweis auf einen Schnurbaum auf dem Marktplatz Ahrweiler erfolgte jetzt eine Neuorientierung der Verwaltung. Der Hinweis seitens der SPD-Fraktion, dass diese Baumart als giftig eingestuft ist und viele Kommunen deshalb darauf verzichten, fruchtete allerdings nicht. Die Mehrheit des Stadtrats folgte in einer gesonderten Abstimmung diesem Vorschlag der Verwaltung und nicht dem erneuten Antrag der SPD, den Amberbaum zu nehmen. Im Übrigen aber votierte eine breite Mehrheit des Rates einschließlich der SPD-Fraktion für die Fortsetzung der Planungen auf der jetzt vorliegenden Grundlage.
(Grafik: Präsentation Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft)




